Italien - Wir kommen!
Abschlussfahrt Italien 2010
Start der Reise war Künzelsau um 14:30 Uhr, weiter ging es nach Gaisbach. „Schnell“ waren auch die Crailsheimer eingeladen und 37 Personen machten sich auf den Weg nach Italien. Die ersten Sektkorken flogen und die ersten leeren Bierflaschen wurden in den Gepäcknetzen verstaut, was natürlich eine Vergewaltigung gegenüber den Netzen darstellte. Knapp gesagt, die Stimmung war großartig. Wir berechneten unseren Hochpunkt, gute Laune ableiten und gleich Null setzen ... Bei etwa der Hälfte der Fahrt kippte die Stimmung und wir rutschten in den Biologiebereich (Interphase= G0-Phase: die Zelle muss nur noch anwesend sein). Die angestrebten 16 Stunden waren schnell erreicht, doch noch lange keine Spur von Hotel Poseidonia Mare, denn das Hotel erreichten wir erst um 12:00 Uhr.
Das Hotel war einfach Spitze, es sah von außen gut aus und natürlich auch von innen, doch die Zimmer bekamen wir erst später zu Gesicht, denn eingecheckt wurde erst um 14:00 Uhr. Deswegen gingen wir erst an den Strand, ganze 200 m war er vom Hotel entfernt. Nachdem die Zimmer bezogen und die gute Laune wieder da war, ging es zu den drei großen Tempeln von Paestum, dort machten wir die ersten Fotos. Beeindruckend war es, diese vollkommenen Beispiele der griechischen Architektur live zu sehen. Zurück im Hotel, bekamen wir unser erstes italienisches Gericht. Etwas später am Abend gingen die ersten Leute schlafen, andere gingen auf die legendäre Swimmingpoolparty, die aber ins Wasser fiel, da sie nicht ganz unserem Alter entsprach.
Als am nächsten Tag alle richtig ausgeschlafen waren, ging es zum ersten richtigen Programmpunkt, eine Grotte in Pertosa. Die Grotte di Pertosa ist ca. 35 Millionen Jahre alt und über 2 500 m lang.
Um die Grotte zu erreichen, muss man mit einem Boot einen unterirdischen Fluss passieren. Im Inneren findet man zahlreiche Stalaktiten und Stalagmiten, die man aber eigentlich nicht fotografieren darf, da das Licht zur Photosynthese führen kann. Von dem lustigen Führer wurden wir durch den Besuch der Grotte für die nächsten zwei Jahre von unserer Schuld befreit.
Die ersten Sonnenbrände wurden am Abend am Strand eingefangen. Die abendlichen Strandbesuche wurden bei dieser alltäglichen Hitze zum wichtigsten Programmpunkt der Reise. Aber so richtig rot wurden manche Schüler erst am Montag, da dieser Tag zur freien Gestaltung bereitgestellt wurde und sie den Tag am Strand verbrachten. Eine Kleingruppe machte sich mit dem Bus auf den Weg nach Agropoli zum Shoppen, danach ging es weiter zu den Grotten vom Kap von Palinuro, die nur mit dem Boot zu erreichen waren. Die Fahrt führte an 200 m hohen Steilküsten entlang, wo wir vier Meeresgrotten besichtigten: Blaue Grotte, Blutgrotte, Mönchsgrotte und Schwefelgrotte. Für eine kurze Zeit wurden wir auf einer verlassenen Insel namens Buon Dormire (Guter Schlaf) ausgesetzt. „It was a dream, like a paradise”.
Der Abend gestaltete sich wie der vorige. Frühstück gab es am Dienstag schon etwas früher, denn heute stand viel auf dem Programm. Nachdem auch alle wirklich feste Schuhe dabei hatten, ging es nach Pompeji.
Einer Stadt, die im Jahre 79 unter der Asche des Vesuvs zerstört wurde. Im 18. Jahrhundert begann man die Stadt wieder auszugraben und ist nun eine der best erhaltenen antiken Stadtruinen. Die Sonne machte auch an diesem Tag ihrem Namen große Ehre und machte es uns schwer die ganze Stadt zu erkunden. Aber es war trotzdem sehr spannend, was wir alles zusehen bekamen. Wieder im Bus ging es zum nächsten Programmpunkt. Doch
leider nicht zu dem eigentlich geplanten, denn auch die Italiener müssen mal streiken und so ging es nicht auf den Vesuv, sondern nach Herculaneum. Was ebenfalls ausfiel, denn der Eintritt war einfach zu teuer und so saßen wir wieder im Bus auf den Weg zurück ins Hotel. Nach dem letzten Abendessen musste natürlich der Strand so richtig verabschiedet werden und zum Großteil saßen alle Schüler bis 01:00 Uhr am Strand, denn auch am letzten Abend war das Wetter großartig.
Der letzte Tag gestaltete sich so, dass einige auf die Mozzarella Farm gingen, andere verbrachten ihn am Strand. Treffpunkt war 12:00 Uhr vor der Pizzeria, wo wir alle gemeinsam zu Mittag aßen. Um 14:00 Uhr machte sich der Bus auf den Weg zurück nach Deutschland. Wenige Minuten/Stunden später waren schon die ersten am Schlafen und träumten von den tollen Tagen in Italien und freuten sich auf Zuhause.


